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Michaela Greiler ist die Klicksbringerin: Das ungekürzte Kleine Zeitungs Interview

Im April hat mich Frau Hautzenberger über meine Arbeit und die Idee hinter ZweimalFreude interviewt. Kurz darauf erschien ein wirklich wunderbarer Artikel in der Kleinen Zeitung über mich als Klicksbringerin für kleine Unternehmen. Ich habe mich sehr über diesen Artikel gefreut und er spiegelt die Idee hinter ZweimalFreude auch wirklich gut wieder. Heute möchte ich mit euch das ungekürzte Interview teilen.

Hier erfährt ihr noch mehr Hintergründe wie es zu ZweimalFreude kam und was meine Motivation für dieses Projekt ist. Ich wünsche euch viel Freude.

Michaela Greiler die Klicksbringerin
Michaela Greiler ist die Klicksbringerin

Frau Hautzenberger: Was genau ist ZweimalFreude?

Wie viele Unternehmen fallen ihnen ein, wenn sie modische und hochwertige Mode aus Österreich finden wollen? Oder wissen sie wer in ihrer Nähe Kinderspielsachen in höchster Qualität herstellt?
Nein? Dann sind sie nicht alleine. Es geht vielen Menschen so. Mit ZweimalFreude möchte ich genau das ändern. ZweimalFreude soll es einfach machen Unternehmen die in Österreich produzieren zu finden.

Oft entsteht der Eindruck, dass es nur noch Massenproduktionen aus China gibt und man gar keine andere Wahlmöglichkeit hat. Riesen Konzerne, die oftmals unter fragwürdigen Bedingungen produzieren (fragwürdig in Bezug auf die Arbeitsbedingungen, die Umwelt, und auch die eingesetzten Materialien), pflastern unsere Städte. Und ein ähnliches Phänomen geschieht auch online. Die Konzernriesen dominieren die Suchmaschinen. Und ja, es ist einfach, es ist bequem und es ist günstig dort zu kaufen.

ZweimalFreude macht regionale und nachhaltige Alternativen sichtbar

Viele Skeptiker sagen, dass es keinen Ausweg gibt und die großen Unternehmen langfristig gewinnen. Aber ich bin da anderer Meinung. Ich denke, dass es sehr vielen Menschen immer mehr bewusst wird, dass unser derzeitiges Konsumverhalten geändert werden muss.

Es braucht jedoch Lösungen. Klarerweise kann ein Unternehmen, dass online schwer gefunden wird, nicht mithalten.

Wir brauchen Lösungen Quote und Mama mit Kind
Wir brauchen Lösungen und Alternativen für eine nachhaltigere Lebensweise. Die Sichtbarkeit von regionalen Betrieben im Internet wird durch ZweimalFreude erhöht.

Unternehmen die online nicht gefunden werden können nicht mithalten

Ich glaube deswegen, dass es zu allererst an der Sichtbarkeit scheitert. Erst wenn ich weiß, wo es Alternativen gibt, kann ich mich auch dafür entscheiden. Die Webseiten der kleinen Unternehmen werden jedoch oft nicht gut in den Suchmaschinen gereiht. Das ist für die Unternehmen und die Kunden ein großer Verlust. Durch eine Listung auf ZweimalFreude profitiert das Unternehmen von den Besuchern der Seite, und die Besucher freuen sich über mehr Unternehmen, die sie dort finden. Eine win-win Situation.

Falsche Glaubenssätze und Hörensagen

Zusätzlich dominiert auch Hörensagen unser Handeln. Glaubenssätze wie, dass es keine regional produzierten innovativen Produkte gibt, oder dass nachhaltige Mode nicht modisch sei schränken uns ein.

Durch meine Recherchen für ZeimalFreude kann ich jedoch sagen, dass es in Österreich viele Unternehmen gibt, die sowohl hochwertig als auch innovative Produkte produzieren und mit Unternehmen am internationalen Markt mithalten können.

Die Reaktion auf ZweimalFreude sind überaus positiv

Das bestätigen auch die vielen positiven Rückmeldungen, die ich von Benutzern von ZweimalFreude bekommen habe. Da kommen Reaktionen wie: “Oh, wie toll, ich wusste gar nicht, dass es in Österreich produzierte Bettwäsche gibt.” oder “Ich bin ganz erstaunt wie viele tolle Designer und Schneiderein es gibt. Ich dachte immer handgemachte Kleidung sei nicht modisch.” Es ist erstaunlich wie viele, tolle Kleinunternehmen und Familienunternehmen es in unserer Region gibt, die kreativ und mit viel Liebe und Hingabe produzieren.

Interview mit der Kleinen Zeitung
Michaela Greiler im Interview mit der Kleinen Zeitung

Frau Hautzenberger: Wieviele Unternehmen sind dort derzeit gelistet?

Im Moment sind auf ZweimalFreude ungefähr 200 Unternehmen gelistet, die ausschließlich in Österreich produzieren. Viele der UnternehmerInnen achten zusätzlich auf hochwertige Materialien und Nachhaltigkeit oder stellen die Produkte in Handarbeit her. Es kommen wöchentlich neue Unternehmen hinzu.

Frau Hautzenberger: Werden dort nur bestimmte Produkte angeboten ode gibt es, außer des Anspruchs der Regionalität, noch andere Kriterien, nach denen die Unternehmen ausgewählt werden?

Das Hauptkriterium um auf ZweimalFreude gelistet zu werden ist sicherlich die Regionalität beziehungsweise der Produktionsstandort. Im Moment bedeutet das, dass es zwingend notwendig ist, dass ein Unternehmen in Österreich produziert um auf ZweimalFreude zu erscheinen. Zusätzlich haben auch Unternehmen, die in Handarbeit produzieren, KleinunternehmerInnen, sowie Unternehmen die auf Nachhaltigkeit setzen, hochwertige und umweltschonende Materialien verwenden einen besonderen Stellenwert bei ZweimalFreude.

Der Produktionsstandort Österreich bringt viele Vorteile

Der Grund für den Fokus auf Produktionsstandorte wie Österreich oder Deutschland liegt in den vielen Vorteilen und in der Transparenz die eine europäische Produktion mit sich bringt. Das Kaufen bei österreichischen Unternehmen stärkt zu allererst unsere Wirtschaft und damit jeden Einzelnen von uns. Wird zusätzlich noch in Österreich produziert, werden mehr Arbeitsplätze in Österreich geschaffen.

Produktion in Österreich: Der Umwelt und der Menschen zu Liebe

Ein Hauptgrund ist jedoch auch, dass schon alleine durch den Produktionsstandort Österreich viele ethische und ökologische Probleme ausgeräumt sind. Österreichische Vorgaben und gesetzliche Regelungen gewährleisten, dass schwerwiegende Probleme wie Ausbeutung der Arbeitskräfte, starke Umweltverschmutzung, schlechte und gefährliche Produktionsbedingungen und die Verwendung umweltschädlicher Materialien reguliert und so vorgebeugt werden.

Herz mit Made in Austria Beschreibung
Der Produktionsstandort Österreich bietet viele Vorteile

Kontrolle und Prüfung der internationalen Produktionsbedingungen ist schwierig

Es gibt sicherlich auch im Ausland viele Unternehmen, die ethisch und ökologisch produzieren. Das zu kontrollieren fällt nur schon sehr großen Prüf- und Kontrollorganen schwer. Im Generellen haben es die Konsumenten in der derzeitigen Konsumlandschaft schwer bewusst und informiert zu handeln und zu kaufen. Viele der großen Unternehmen wenden Verschleierungstechniken an, um den Konsumenten an der Nase herumzuführen. Transparenz und klare Kennzeichnung ist meist nicht auffindbar.

ZweimalFreude steht für Transparenz und Qualität

ZweimalFreude versucht aktiv hier entgegen zu wirken. Das Sortiment auf ZweimalFreude ist bewusst breit gewählt. Die Palette reicht von Mode, über Kinderspielsachen, bis hin zu Möbel und Wohnaccessoires. Ich möchte wirklich aufzeigen, dass man vieles aus unserem alltäglichen Leben in Österreich produziert finden kann.

Frau Hautzenberger: Wie kamen Sie auf die Idee, diese Plattform zu starten und wie lange gibt es diese nun schon?

Ich selbst wollte zu Weihnachten 2018 wirklich darauf achten ausschließlich regional und nachhaltige Produkte zu kaufen und zu verschenken. Doch wie schon gesagt, ist es sehr schwierig und auch sehr zeitintensiv Unternehmen zu recherchieren und zu finden. Ich habe mich darüber schon öfters geärgert, oder fühlte mich ausweglos. Ich fühlte mich als hätte ich keine andere Wahl als doch bei Konzernriesen Massenware zu kaufen, die in fernen Ländern unter schleierhaften Bedingungen produziert werden.
Weihnachtsgeschenk
Ein Weihnachtswunsch - regional Kaufen - war der Startschuss für ZweimalFreude

ZweimalFreude ist aus dem Weihnachtswunsch - regional Kaufen - entstanden

Doch dann habe ich beschlossen, es selbst in die Hand zu nehmen und endlich eine Veränderung herbeizuführen. Ich habe eine Website entworfen und all die Unternehmen gelistet, die ich bis dahin gefunden hatte. Dann habe ich meine Freunde und Bekannten gebeten doch mit zu machen. Diese konnten mir dann Unternehmen empfehlen, die regional und hochwertig produzieren. Ich bekam sehr viele positive Rückmeldungen, die mich bestärkt haben, dieses Projekt noch konsequenter zu verfolgen. Das war eigentlich die Geburtsstunde von ZweimalFreude.

Seit damals ist viel passiert. Ich habe die Webseite im Februar mit einer sehr umfangreichen Webapplikation ersetzt. Durch zahlreiche Stunden, die ich in Recherche investiert habe, konnte ich auch die Anzahl der Unternehmen auf über 200 steigern.

Frau Hautzenberger: Wie kann ich als Kunde diese Plattform nutzen?

Im Moment kann der Kunde auf Zweimalfreude Unternehmen finden, die in Österreich produzieren. Jedes Unternehmen hat eine eigene Seite, die das Unternehmen, die Produkte und oft den Herstellungsprozess kurz beschreiben. Man kann auf ZweimalFreude Unternehmen entweder pro Branche, wie Mode, Kosmetik oder Wohnen suchen, oder auch über eine Landkarte.

Die Landkarte ermöglicht es Unternehmen in einer speziellen Region zu finden. Im Moment arbeite ich mit ein paar ausgewählten Test-Unternehmen daran, das Kundenerlebnis visueller zu gestalten. Das bedeutet, die Kunden können sich in naher Zukunft über noch mehr Bilder von den Produkten freuen. Generell werden in diesem Jahr sehr viele tolle Zusatzfunktionen hinzukommen. Es bleibt also spannend.

Frau Hautzenberger: Wie entsteht der Kontakt zu den Unternehmern?

Die Unternehmen werden meist von mir recherchiert. Jedoch haben speziell am Anfang sehr viele Menschen denen, die Idee und das Konzept gefällt, Unternehmen für die Seite empfohlen. Das geht noch immer und ich freue mich über jeden Tipp. Nun ist es auch schon so, dass Unternehmen selbst bei mir anfragen gelistet zu werden. Das freut mich dann auch immer sehr.

Unternehmen registrieren
Sichtbarkeit im Netz durch ein ZweimalFreude Profil

Frau Hautzenberger: Sind Sie ein Ein-Frau-Unternehmen oder gibt es auch ein Team? Und wenn ja, wie groß ist es bzw wer gehört noch dazu?

Ich würde ZweimalFreude ja eher als Familienunternehmen beschreiben, obwohl ich natürlich federführend bin. So ist zum Beispiel die Entwicklung der Webapplikation ausschließlich meine Aufgabe. Natürlich bin ich auch für das Marketing und den Kundenkontakt zuständig.

Mein Mann übernimmt die Verwaltung der Server. Außerdem steht er mir immer als kompetenter Partner zur Seite. Mein Mann und ich haben den Vorteil, dass wir beide Softwareentwickler sind. Wir können dadurch uns gegenseitig beraten und verfügen auch über die notwendige Qualifikation, um dieses Projekt alleine umzusetzen.

Da ich derzeit in Karenz bin und meine zwei Kinder hauptsächlich zu Hause betreue, baue ich auch sehr auf die Unterstützung meiner Mutter, meiner Schwiegermutter und meiner Oma. Diese drei wunderbaren Frauen halten mir mehrmals in der Woche den Rücken frei, damit ich an ZweimalFreude ungestört arbeiten kann. Eine Erweiterung des Teams kann ich mir im Laufe der Zeit gut vorstellen.

Frau Hautzenberger: Was ist das Zweimalfreude-Magazin, seit wann gibt es dieses und wie oft erscheint es?

Im ZweimalFreude Magazin schreibe ich über Nachhaltigkeit, nachhaltige Mode, sowie Naturkosmetikprodukte. Ein weiteres Themengebiet sind Hintergrundinformationen zu österreichischen UnternehmerInnnen. Ich habe das Magazin erst kürzlich begonnen. Da ich in meiner Freizeit an diesem Projekt arbeite, halte ich es mit dem Erscheinungsdatum flexibel. Ich hoffe jedoch, dass sich vielleicht noch mehr Menschen bei dem Magazin engagieren werden. Vielleicht ergeben sich mit der Zeit ja tolle Kollaborationen.

Frau Hautzenberger: Und ein paar private Eckdaten von Ihnen bräuchte ich natürlich auch noch.

Ich bin ursprünglich aus Klagenfurt. Seit letztem Jahr lebe ich nun mit meinem Mann und meinen zwei Kindern in Villach. In Klagenfurt habe ich auch das Bachelor und Masterstudium in Informatik absolviert. Danach bin ich nach Holland gezogen, um dort meinen Doktor in Software Engineering zu machen.

Meine Forschungskarriere hat mich viel in der Welt herumkommen lassen. Nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Doktorat habe ich bei Microsoft Research in Cambridge, UK begonnen. Kurze Zeit später bin ich zu Microsoft Seattle in den USA gewechselt. Die letzten 4 Jahre war ich bei Microsoft in München tätig.

Bei Microsoft bin ich dafür verantwortlich Innovationen im Softwareentwicklungsprozess umzusetzen und eine reibungslose und qualitativ hochwertige Softwareentwicklung sicher zu stellen. Außerhalb meiner Tätigkeit bei Microsoft, helfe ich auch kleineren und mittleren Unternehmen Softwareprojekte produktiv, effektiv und qualitativ umzusetzen.

Gerade bin ich noch bis Mitte dieses Jahres in Karenz, wodurch es mir möglich ist das Projekt ZweimalFreude umzusetzen.

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Categories: Nachhaltigkeit Interviews ZweimalFreude Regional Kaufen

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